Die MiFIR-Regel untersagt Payment for Order Flow; nationale Übergangsausnahmen konnten bis 30. Juni 2026 gelten. Welche Preis- und Ausführungsmodelle Broker danach nutzen, muss je Anbieter aktuell geprüft werden.
Inhalt dieses Artikels
01
Was ist PFOF?
Payment for Order Flow (PFOF) bezeichnet Zahlungen, die ein Broker von Handelsplätzen dafür erhält, dass er Kundenorders dorthin weiterleitet. Dieses Modell hat vielen Neobrokern geholfen, den Handel für Endkunden kostenlos oder sehr günstig anzubieten, da ein Teil der Einnahmen über die Handelsplätze statt über direkte Gebühren kam.
02
Warum wurde es verboten?
Artikel 39a MiFIR adressiert den Interessenkonflikt, der entstehen kann, wenn eine Wertpapierfirma für die Weiterleitung oder Ausführung einer Kundenorder an einem bestimmten Handelsplatz Vorteile von Dritten erhält. Die Regel enthält eng gefasste Ausnahmen für bestimmte Rabatte, die ausschließlich dem Kunden zugutekommen.
Aktualität: Gebühren, Zinsen und Funktionsumfang können sich ändern. Prüfe veränderliche Angaben immer in der aktuellen Anbieterquelle.
03
Aktueller Stand und Auswirkungen
Mitgliedstaaten konnten berechtigte Wertpapierfirmen unter den gesetzlichen Voraussetzungen bis zum 30. Juni 2026 von dem Verbot ausnehmen. Nach Ablauf dieser Übergangsfrist sind aktuelle Preislisten und Ausführungsgrundsätze entscheidend: Broker können Gebühren, Abos oder andere Erlösmodelle verändern, ohne dass sich daraus pauschal eine bestimmte Preisentwicklung ableiten lässt.
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FAQ
Häufige Fragen
Werden Neobroker dadurch automatisch teurer?
Das lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Entscheidend sind die tatsächlich veröffentlichten Preislisten, Ausführungsgrundsätze und Produktänderungen des jeweiligen Brokers.